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Chronik des Musikvereins Gunskirchen

1992 setzten sich Obmann Siegfried Kogler und Kapellmeister Johann Waldenberger das Ziel, die Geschichte des MV Gunskirchen in einer Chronik festzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt gab es einen Chronikband, dazu einige Protokolle aus der Gründerzeit, zusätzlich Kassabuchaufzeichnungen und Fotos die in einem Archiv verwahrt wurden. Es fehlt nur noch ein Chronist. Zwischen dem MV Gunskirchen und dem Bezirksverband gab es immer schon eine gute Zusammenarbeit. Durch das freundschaftliche Verhältnis zwischen Kapellmeister Waldenberger und Bezirksobmann Fritz Urbanek konnten wir diesen als neuen Chronist für den Musikverein Gunskirchen gewinnen.

Josef Angerer, Ehrenmitglied und langjähriger Musiker und Kassier, stellte die über viele Jahre gesammelten Unterlagen zur Verfügung. 

Mit viel Hingabe bringt Fritz Urbanek Wissenswertes aller Veranstaltungen und Ausrückungen auf kunstvolle Weise zu Papier. 

Die Gründer der Chronik:

Siegfried Kogler, Ehrenobmann,  aktiver Musiker von 1955 – 2004, Obmann von 1992 – 2004

Johann Waldenberger, Bez.Obmann-Stv., Kapellmeister von 1994 – 1998 beim MV Gunskirchen

Fritz Urbanek, Konsulent, Bezirksobmann Wels-Land, Ehrenmitglied des MV Gunskirchen

 
 

Die Geschichte des Musikvereines Gunskirchen

1848 gründeten Pfarrer Windpointner und der Kaufmann Franz Steinwendner den MV gemeinsam mit einer Liedertafel. Die Anzahl der Musiker wurde mit 12 – 14 überliefert, als Uniform diente die Zivilkleidung die mit bestimmten Verziehrungen versehen wurde. So dienten rote Lampasstreifen an den Hosen und Stoßfedern an den Hüten zur Kennzeichnung der Musiker. Kapellmeister war Matthias Berger der dieses Amt 25 Jahre ausgeübt hatte. Nachfolger war Johann Köhrer.      

1882

Josef Greifeneder, Salling 3, und Franz Steinwendner, Gunskirchen 3, zeichneten für den Vorstand verantwortlich. Der k.k. Vereinskataster der k.k. Statthalterei Linz verzeichnete mit 22.03.1882 den Genehmigungserlass, dass der „Gunskirchner Musikverein“ vereinsbehördlich genehmigt wurde.  

1885

Herr Wutschineg war als Obmann und Franz Steinwendner als Schriftführer für den Musikverein zuständig. Der Aufforderung sich nach dem Vereingesetz eigene Vereinstatuten zuzulegen, wurde am 03.09.1885 folge geleistet. Mit der Aktenzahl Zl. 10626 / II / 8173 hat die Statthalterei diese Vereinsstatuten auch genehmigt.  

Auszug aus den Statuten: §2.  Der Verein bezweckt die Heranbildung und Erhaltung einer guten Musikkapelle §3.  Die Mittel zur Erreichung des Zweckes sind:

  1. Öffentliche Aufführung gediegener Musikstücke
  2. gemeinschaftliche musikalische Übungen
  3. Ankauf von Musikalien und Instrumenten §11. der Verein wird durch einen Ausschuss von neun Mitgliedern, welche auf 3 Jahre gewählt werden und wieder wählbar sind, geleitet. Dieser Ausschuss wählt aus sich die Funktionäre.   

 

1890

Der Klangkörper des MVG bestand aus 16 Personen:

  • Kapellmeister
  • 2 Flügelhornisten
  • 5 Trompeter
  • 2 Klarinettisten
  • 2 Tenorhornisten
  • 2 Bassisten und
  • 2 Schlagzeuger  

Aus Spendengeldern konnte die erst Uniform angeschafft werden. Diese bestand aus einer blauen Uniformbluse, sehr ähnlich der des Deutschmeisterregiments,  und einer Kappe.  

 

1900

 

Der MVG hat erste gemeinsame Uniform nach der k.k. Uniformordnung  

 

1902

 

Der MVG bestand aus 23 Musikern, einige Klarinetten haben den Musikkörper verstärkt. Kapellen über 20 Musiker waren zu dieser Zeit eigentlich eine Ausnahme.  

 

1911

 

Der MVG zählt 16 Musiker – vorwiegend Blechbläser.    

 

1924

 

In diesen Jahren vollzieht sich der Wandel von der Blaskapelle zum Blasorchester. 20 Musiker waren aktiv.  

 

1926

 

70-Jahr-Feier am 13.06.1926, es wurden u.a. der „Erzherzog-Albrecht-Marsch“, der Marsch „der kleine Korporal“ und der „Hessenmarsch“ gespielt.  

 

1940

 

Die Musik hört auf zu klingen – der MVG wird am 19.12.1940 durch die Wirren des 2.Weltkrieges aufgelöst. Das Vermögen des Vereins wurde unter Ausschluss der Liquidation zu 50% dem Stillhaltekommissar für Vereine, Organisationen und Verbände – und zu 50% der NSDAP, Gau Oberdonau übertragen.  

 

 

Neubeginn 1945 / 46  

 

Eine kleine Gruppe von Musikern mit Kapellmeister Albert Kliemstein sammelte sich nach dem 2.Weltkrieg. Das war der Grundstein für den Neuaufbau des MV Gunskirchen obwohl durch den Weltkrieg sämtliches Notenmaterial und die Uniformen verloren gingen. Obmann war Fritz Danter, der diese Funktion von 1946 – 1954 ausübte.  

 

1949

 

Am 18. und 19.06. wurde das 100-jährige Gründungsfest mit Zapfenstreich und Fackelzug gefeiert. Gemeinsam mit den Gastkapellen wurde in einem Gesamtspiel der „Erzherzog-Albrecht-Marsch“ und der „Hessenmarsch“ aufgeführt  

 

1950

 

Adalbert Kocmich , Klarinettist und Gründungsmitglied (nach dem 2. Weltkrieg) übernahm die Stelle des Kapellmeisters. Sein Leitspruch war: „ Die Existenzgrundlage eines auf Freiwilligkeit basierenden Musikvereines ist verankert im Idealismus und im Kameradschaftsgeist der aktiven Musiker“  

 

1966

 

Ankauf von neuen Instrumenten um von der „hohen Stimmung“ auf die bereits übliche „Normalstimmung“ umstellen zu können.  

 

1971

 

Der Bau eines eigenen Musikheimes, mit großer Eigenleistung und mit finazieller Unterstützung der Gemeinde Gunskirchen, wird in Angriff genommen.  

 

1972

 

Die Musikkapelle verlegt seine Proben vom Gasthaus Hirschvogl ins eigene, neue Probenlokal  

 

1973

 

125-Jahr Gründungsfest mit Bezirksmusikfest und Wertungsspiele.  

 

1986

 

Der MVG hat in der Generalversammlung neue Statuten beschlossen.  

 

1987

 

Bezirksmusikfest im Rahmen des 140-jährigen Bestandsjubiläum mit 20 Gastkapellen  

 

1998

 

150-Jahr-Feier mit Riesenzeltfest, anlässlich dieser Feierlichkeit wurde der „Gunskirchner Marsch“ von Karl Kriechbaum komponiert.  

 

2002

 

Spatenstich für das neue Musikheim im Rahmen des Neubaues der Musikschule.

 

2003

 

Gründung einer Musikzeitung (jährliche Erscheinungsweise). Verteilung an die Gunskirchner Gemeindebürger im Rahmen der jährlichen Haussammlung

 

2004

 

Bezug des neuen Musikheimes

Obmannwechsel: Siegfried Kogler übergibt an Franz Mallinger

 

2007/8

 

160-Jahr Jubiläum: Bezirksmusikfest 2007, Jubiläumskalender und Galanacht im Herbst 2008

Kapellmeisterwechsel: Bernhard Baumgartner übergibt nach fast zehn Jahren an Christoph Kaindlstorfer

 

 

 

 

 

 

Zeittafel Obmänner:  

 

1848 – 1914 / 1918  

 

Theodor Schiller

Johann Grabner

Richard Weiss

Johann Holmbachner

Johann Bieringer

Franz Hochhuber

  

Fritz Danter                   1946 – 1954

Franz Wiesbauer            1954 – 1960

Franz Oberndorfer          1960 – 1977              Ehrenobmann

Johann Wimmer             1977 – 1986               Ehrenobmann

Anton Mittendorfer          1986 – 1992               Ehrenobmann

Siegfried Kogler             1992 – 2004               Ehrenobmann

Franz Mallinger               2004 -    

 

 

Zeittafel Kapellmeister:  

 

1848 – 1938

  

Matthias Berger

Johann Köhrer

Leopold Göttlinger

Franz Vöss

Josef Schöffl

Rudolf Moser

Johann Strasser

Max Ahamer  

Albert Kliemstein                 1946 – 1950

Adalbert Kocmich                1950 -  1975      Ehrenkapellmeister

Traugott Kliemstein              1975 – 1978

Fritz Hubmer                        1979 – 1986

Adalbert Kocmich                 1986 – 1987

Walter Fellner                      1987 – 1994

Johann Waldenberger           1994 – 1998

Bernhard Baumgartner         1998 – 2007

Christoph Kaindlstorfer jun.   2007 -

 

 

Zeittafel Stabführer:  

 

Albert Kliemstein                                1946 – 1950

Rupert Pühringer                                1950 – 1960

Rudolf Parzer                                     1960 – 1976

Manfred Oberndorfer                           1976 – 1993

Johann Eder                                       1993 –      

 

 

Ehrenmitglieder  

 

Josef Angerer               1999

Walter Klausmair          1999

Otto Pieringer               1999

Franz Oberndorfer         1999

Johann Pfeffer              1999

Fritz Urbanek

Hermann Kogler           2006